Tonversatz

    Hallo,
    ich benutze die VLC Version 2.1.0.
    Bei einem MP4 Video ist der Ton asynchron zum Bild.
    Ich habe unter > WERKZEUGE > SPUR-SYNCHRONISIERUNG > AUDIO/VIDEO > AUDIOSPUR-SYCHRONISATION den Wert -0,700 s eingestellt und damit den Tonversatz korrigiert. Das gilt aber nur für die aktuelle Wiedergabe. Beim Neustart muss ich die Einstellung jedesmal erneuern.
    Gibt es eine Möglichkeit, die Änderung zu speicher ??
    MfG Burkhart
    Hallo Burkhart,

    willkommen im Forum.

    Zu Deiner Frage, ob man mit dem VLC ein Video mit nicht synchroner Tonspur so speichern kann, dass der Tonversatz korrigiert wird, kann ich nur sagen, eine solche Möglichkeit habe ich nicht gefunden.

    Unter Einstellungen - Alle - Audio - Filter kann zwar die Option Sound-Verzögerung gesetzt und unter Einstellungen - Alle - Audio - Filter - Verzögerung eine Verzögerungszeit eingestellt werden. Auch kann unter Einstellungen - Alle - Streamausgabe -Sout-Stream - Transkodieren die Option Sound-Verzögerung gesetzt und unter Einstellungen - Alle - Streamausgabe -Sout-Stream - Verzögerung eine Verzögerung für den anzugebenden Elementarstream festgelegt werden.

    Das alles habe ich in allen möglichen Variationen getestet. Erreicht habe ich nur, dass der Videostream gegenüber dem Audiostream je nach eingestelltem Wert (-700 / +700) entweder um 0,7 Sekunden kürzer oder länger wurde.

    Unter der von Dir verwendeten Einstellung zur Spur-Synchronisation ist ein Fließkomma-Wert zu setzen. Nach meinen Feststellungen kann dieser Wert nur temporär für die jeweils aktuelle Wiedergabe verwendet werden, denn es gibt in der Konfigurationsdatei vlcrc keinen einzigen Parameter, der mit einer Synchronisierung zusammenhängen könnte und vom Typ Fließkomma ist.

    Es gibt aber eine andere Möglichkeit, einen Tonversatz zu korrigieren. Über ein Videoschnittprogramm lädt man das Video, hebt die Verbindung zwischen Audio- und Videospur auf, versetzt die Audiospur und exportiert das Ergebnis.

    Wenn zum Beispiel die Audiospur dem Video um 0,7 Sekunden nachläuft und das Video eine Framrate von 25 fps hat, dann setzt man die Audiospur um 17 Frame nach rechts. Das entspricht 0,68 Sekunden.

    Damit konnte ich mit meinem Schnittprogramm auf jeden Fall in sehr einfacher Weise einen (bei mir angenommenen) Tonversatz korrigieren.

    Mit freundlichem Gruß,

    kodela
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    Hallo Biblio,

    es gibt eine Menge Schnittprogramme, welche den Ton verschieben können. Aber wichtig hierbei ist wohl, dass du uns sagst, welches OS du hast. Also was das Betriebssystem deiner Wahl ist.

    Auf Mac OsX gibt es das geniale FinalCut und andere.
    Unter Linux gibt es ebenso Lineare und NonLineare-Schnitt-Programme wie KDenLive, Cinelerra, Jashaka, Ingex etc. (Mac OsX ist auch nur eine Linux-Variante, die auf GNU-Darwin aufsetzt und von "Apfel Inc." eine GUI verpasst bekommen hat. Daher funktionieren nicht alle Linux Programme auf Mac OsX und nicht alle Mac-Programme nicht auf Linux Systemen.)
    Unter WIndows gibt es z.B. VirtualDub, Jashaka, Premiere Pro.

    Die Frage ist immer, die professionell das ganze sein soll. Premiere Pro ist ein absolutes Profi Programm (ich arbeite unter anderem damit), FinalCut Pro (nur für den MAC erhältlich). Entsprechend kosten diese Programme auch.
    VirtualDub ist ein Videobearbeitungsprogramm, welches relativ rudimentät gehalten ist und daher ziemlich schwer zu bedienen, liefert aber hervorragende Resultate.
    Es gibt auch ein komplettes OpenSource Schnittsystem von der BBC, mit dem Namen "Ingex". Ingex ist so weit ausgereift, dass es von der BBC schon für gesendete Formate verwendet wurde. Hier mal ein Link zu einem Artikel zu Ingex auf Golem. Ansonsten einfach nach Ingex im Internet suchen. Ansonsten hier ein Link zu einer Seite mit Videoschnittprogrammen auf Netzwelt.de. Für was man sich schnlussendlich entscheidet ist wohl immer davon abhängig, wie man mit dem oder jenem Programm zurecht kommt.

    Wenn du öfters Videos bearbeitest solltest du entweder einen extra Rechner für dies bereithalten, oder (mit Dualboot) ein separates System vorhalten, das nur für den Schnitt eingerichtet ist. So halte ich es. Ich habe hier meinen "stärksten" Rechner so konfiguriert, dass ich beim Starten auswählen kann, welches System (Videoschnitt/Allgemein/Daddeln) gestartet wird. Hiermit erziele ich die besten Ergebnisse.

    Ich hoffe geholfen zu haben.

    Der Exilant.

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    Hallo Burkhart,

    ich arbeite mit MAGIX Video deluxe 17, also keine Freeware. Von allen Freeware-Programmen für den Videoschnitt kenne ich keines, mit dem man Video- und Audiospur auch nur annähernd so komfortabel gegeneinander verschieben könnte. Natürlich kann ein solches Programm noch viel viel mehr.

    Pinnacle VideoSpin und Avidemux sollten den Audio-Videoversatz korrigieren können können. Bin mir aber nicht sicher.

    Cuttermaran soll so etwas auch können, aber nur für MPEG1- und MPEG2-Videos und für die müssen vorher Audio- und Videospur getrennt werden, zum Beispiel mit ProjectX.

    Mit Freemake Video Converter und Free Video Dub kann man Videos schneiden, ob man aber die Tonspur framegenau verschieben kann, weiß ich nicht.

    Mehr kann ich Dir hier nicht helfen.

    MfG, kodela


    PS:

    Da sehe ich gerade, dass Du hier auch noch von Exilant eine ganze Menge guter Hinweise bekommst. Also, da wirst Du schon etwas finden.
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    Wenn es jedoch komplett "kostenfrei" sein soll, kannst du komplett auf OpenSource Software setzen. Das bedeuet, du setzt ein Dualboot System, mit einer entsprechenden Linux-Distribution, neben deinem Windows (Ich gehe mal davon aus, dass du Windows benutzt), auf. Hier gibt es z.B. das Ubuntu Studio, Dream Studio oder ArtistiX. Diese Distributionen sind speziell auf Audi,Video und Graphic-Bearbeitung/erstellung hin ausgerichtet.
    Als Schnitt-Systeme gibt es dann Programme wie KDenLive (am besten unter KDE) oder Cinelerra und Jashaka, etc.
    Zum Abspielen gibt es unter Linux den VLC, entweder vorinstalliert oder zum nachinstallieren. Rein theoretisch ist der VLC auf allen Linux-Systemen verfügbar und läuft problemlos.

    Das einzige was du hierbei investieren musst, ist deine Zeit. Zeit um das System zu installieren und dich damit vertraut zu machen. Dazu kommt noch die Zeit, um sich in die Programme einzuarbeiten. Tutorials und Bedienungsanleitungen sind im Internet zahlreich vorhanden. Ich selbst habe auf meiner Seite jede Menge Tutorials zu verschiedensten Themen geschrieben.

    Solltest du dich für ein Linux System entscheiden, empfehle ich dir die LTS-Versionen (LTS = Long Term Support / Langzeitunterstützung), da diese die Stabilsten sind und am längsten unterstützt werden. Die Zwischenversionen sind eigentlich nur für Linux-Programmierer und Systementwickler/administratoren interessant.
    Ich selber arbeite mit Ubuntu Studio AMD64 12.04LTS, auf einem Athlon Am2 Dualcore 5000 mit 4GB DDR2 RAM, AMD Radeon 1650 HD GraKa, mit zwei Monitoren (die auf 1920x1080pixel laufen) und einer 750GB-Festplatte (nur für den Videoschnitt).

    Ubuntu Studio daher, da dieses auf dem LXDE-Desptop aufsetzt. LXDE ist eine GUI (Graphical User Interface = Grafische Benutzerschnittstelle = Das System, welches die vielen bunten Bilder und Fenster erzeugt und nicht nur eine klassische Konsolenansicht liefert), welche sehr ressourcensparend läuft und daher dem Rechner mehr Leistung zum arbeiten übrig lässt. Windows (vorallem Vista) ist dagegen ein Ressourcenfressen vom feinsten. XP ist ein 32bit System, daher kann es nicht mehr als 3,3 GB RAM adressieren. Also hier ist ein 64bit System am sinnvollsten. Wenn schon Windoof, dann Win 7/64bit.

    Ich hab mal einen Vergleich gemacht. Eine Beispielvideodatei, mit 1,2GB, mit AviDemux, sowohl Video und Audio umkodiert und komprimiert.
    Win 7/64bit: Dauer - 34 Minuten / 932MB Dateigröße.
    Ubuntu Studio 12.04 LTS 64bit: Dauer - 18 Minuten / 784MB Dateigröße.
    Beide Endresultate haben die gleiche Qualität und der unter Linux gerenderte Film ist um knapp 150MB kleiner.
    Also schneller und eine höhere Kompression bei gleicher Qualität.

    Keine Angst vor Linux. Die Zeiten, in denen Linux nur etwas für abolute Computerfreaks war, sind längst vorbei. Heutzutage sind die meißten Linux Distributionen genauso einfach und ähnlich wie ein Windows zu bedienen.
    Gutes Beispiel eventuell, mein Vater hat, mit seinen 70 Jahren, keine Probleme gehabt, mit seinem neuen Laptop zu arbeiten, welches er mit einem Installierten Linux gekauft hat. Du siehst also, Linux ist heute sogar "Oldtimer-kompatibel".

    Der Exilant

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