Tonspur nach dem Konvertieren einer MP4-Datei nicht mehr synchron

  • Hallo allerseits,


    Nach dem Konvertieren von MP4-Dateien stimmt der Ton nicht mehr mit dem Bild überein. Dieses Ergebnis habe ich bei mehreren Videos erhalten, und dies auf unterschiedlichen Rechnern. Beispielsweise endet die Tonspur bei einem etwa 95-minütigen Video etwa 3 Sekunden früher als die Bildspur, obwohl Bild und Ton am Anfang synchron starten. Dies würde bedeuten, dass die Tonspur um eine Winzigkeit schneller läuft als das Bild. Der Versatz nimmt während der Dauer kontinuierlich zu.


    Gefilmt werden die Videos (Fußballspiele) mit einer SONY PXW-Z100 in FullHD (1920x1080, 50fps). Anschließend werden die Kameradateien mit MAGIX Video PRO X7 vom XQD-Format in das programmeigene MXV-Format von MAGIX konvertiert (gerendert), damit diese im Programm bearbeitet werden können. Ein direktes Bearbeiten der XQD-Dateien mit MAGIX Video PRO X ist nicht möglich, da das Programm beim Wiederöffnen des Projekts die Bilddaten verliert. Ebenfalls muss die Tonspur der XQD-Dateien vorgängig separat in MP3-Dateien gerendert werden, da MAGIX Video PRO X ansonsten die Tonspuren der MXV-Dateien beim späteren Rendern des gesamten Projekts durcheinander bringt.
    Mit den Bilddateien von MAGIX (MXV-Format) und den Tondateien (MP3) kann das Projekt dann problemlos bearbeitet werden. Bild und Ton laufen synchron. Nach dem Rendering des Projekts in eine MP4-Datei (1920x1080, 50fps) laufen Bild und Ton immer noch synchron.


    Da diese Datei jedoch zwischen 18 und 20 GB groß ist, konvertiere ich sie mit VLC. Dazu gehe ich in VLC über das Menü Medien auf Konvertieren/Speichern, wähle über Hinzufügen die entsprechende MP4-Datei, klicke unten auf die Schaltfläche Konvertieren / Speichern und gebe eine Zieldatei an. Beim Profil übernehme ich die Voreinstellung Video - H.264 + MP3(MP4).


    Was mache ich falsch?


    Besten Dank für eure Hilfe.

  • Hallo Chris Vandoni,


    warum erstellst Du Dir Dein Video nicht mit VdL in der gewünschten Größe? Du kannst Dich ja in VdL entscheiden, wie das Video codiert werden soll. Das ist auch in MPEG-4 möglich. Wenn Du es über die Option "Brennen" machst, kannst Du sogar in den Encoder-Einstellungen die Bitrate und eine Reihe anderer Optionen setzen.


    MfG, kodela

  • Hallo kodela,


    danke für die schnelle Antwort. Was meinst du mit VdL? Meintest du VCL?


    Die MP4-Datei, die ich mit VCL komprimiere, wurde vorher mit MAGIX Video PRO X bearbeitet, geschnitten, mit Zeitlupenwiederholungen, Texten und einem Timer versehen und anschließend zu einer MP4-Datei gerendert. Was davon kann ich mit VLC machen?


    Ein lieber Gruß
    Chris

  • Hallo kodela,


    das klingt nicht schlecht. Nur kenn ich VdL nicht. Ist das ein Schnittprogramm? Ich hab bei Google nichts gefunden. Ich habe bereits ein Schnittprogramm, arbeite damit seit 5 Jahren, habe Vorlagen, Bausteine, die ich bei jedem Projekt verwende. Das Problem ist nicht das Schnittprogramm. Damit kann ich ein Projekt bis zur fertigen MP4-Datei fertigstellen. Das Problem taucht erst auf, wenn ich diese Videodatei mit H.264 komprimiere. Erst in dieser mit VLC komprimierten Datei läuft der Ton nicht mehr synchron.


    LG
    Chris

  • Gefilmt werden die Videos (Fußballspiele) mit einer SONY PXW-Z100 in FullHD (1920x1080, 50fps). Anschließend werden die Kameradateien mit MAGIX Video PRO X7 vom XQD-Format in das programmeigene MXV-Format von MAGIX konvertiert (gerendert), damit diese im Programm bearbeitet werden können. Ein direktes Bearbeiten der XQD-Dateien mit MAGIX Video PRO X ist nicht möglich, da das Programm beim Wiederöffnen des Projekts die Bilddaten verliert.


    Ebenfalls muss die Tonspur der XQD-Dateien vorgängig separat in MP3-Dateien gerendert werden, da MAGIX Video PRO X ansonsten die Tonspuren der MXV-Dateien beim späteren Rendern des gesamten Projekts durcheinander bringt.


    Mit den Bilddateien von MAGIX (MXV-Format) und den Tondateien (MP3) kann das Projekt dann problemlos bearbeitet werden. Bild und Ton laufen synchron. Nach dem Rendering des Projekts in eine MP4-Datei (1920x1080, 50fps) laufen Bild und Ton immer noch synchron.


    Hallo Chris,


    das kann sein, dass Du Video Deluxe nicht kennst, ist ja mittlerweile schon fast ein alter Hut, aber Du hast PRO X7 von MAGIX und das ist die Fortentwicklung von Video Deluxe und soll natürlich noch wesentlich besser sein, als Video Deluxe (ich habe davon die Version 17).


    Ich empfehle Dir, Dich mit diesem Programm intensiv zu befassen, dann brauchst Du anschließend nicht mit dem VLC zu konvertieren. Übrigens wird kein Video durch Konvertierung besser. Ein Video kann kleiner werden, aber besser?


    Ich weiß nicht, ob Du mit PRO X7 schon den H.265-Codec zur Verfügung hast. Wenn nicht, könnte man mit dem VLC zwar durch eine Konvertierung mit H.265 das Video noch etwas verkleinern, aber jede Verkleinerung der Zieldatei bringt Qualitätseinbußen mit sich.


    Dich stört die Größe der Videos mit 18 oder 20 GB. Um dazu etwas sagen zu können, müsste man wissen, welche Auflösung und welche Länge diese Videos haben. Dein Quellmaterial kommt von einer SONY PXW-Z100 mit FullHD (1920x1080, 50fps). Wenn man berücksichtigt, dass ein Fußballspiel mindestens 90 Minuten dauert, dann sind Deine Videogrößen absolut realistisch.


    Wenn Du nun ein solches qualitativ hochwertiges Video, welches sicherlich eine Bitrate um 2500 Mbps hat, mit dem Standardprofil für Video - H.264 + MP3(MP4) konvertierst, welches bis vor kurzer Zeit eine Default-Bitrate von 800 Kbps hatte, da bekommst Du natürlich wesentlich kleinere Dateien, die aber auch wesentlich schlechter sind.


    Ok, das ist heute nicht mehr so, aber sicher kann man sich nur sein, wenn man im Profil selbst eine vergleichbare Bitrate einstellt, wie sie das Quellmaterial aufweist.


    Mit PRO X7 von MAGIX kannst Du, wenn Du unbedingt kleinere Dateien brauchst, zum Beispiel die Auflösung von 1920x1080 auf 1280x720 (immer noch HD, nur nicht Full HD) oder sogar auf 720x576 (auch noch eine gute Auflösung) herunterschrauben.


    Eine Auflösung von 1920x1080 - das sind 2.073.600 Pixel und eine von 1280x720 - da sind es nur noch 921.600 Pixel für jedes der 50 Bilder pro Sekunde.


    Du kannst statt der 50 Frame pro Sekunde nur 25 nehmen und Du kannst mit der Bitrate nach unten gehen. Dann hat Dein Viedeo vieleicht nur noch 3 GB. Aber warum solltest Du das machen. Heute ist Speicherplatz doch kein relevanter Kostenfaktor mehr. Also überlege Dir, was Du machst. Den VLC brauchst Du jedenfalls dafür nicht. Kleinrechnen kann Dein MAGIX-Programm auch.


    Mit dem programmeigene MXV-Format von MAGIX habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Das muss man eigentlich in den seltensten Fällen verwenden.


    Und bei den Audios haben die MAGIX-Programme am liebsten WAV-Dateien mit einer Samplerrate von 48 kHz.


    MfG, kodela

  • Hallo kodela,


    vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Das Naheliegendste sucht man selten. Daher habe ich mit keinem Gedanken damit gerechnet, dass du mit VdL Video Deluxe von MAXIX meintest. Ich kenne dieses Programm, hatte es vor über 5 Jahren auch gehabt, bevor ich auf Video PRO X umstieg. Das Problem war damals, dass VdL mein Format nicht einlesen konnte. Ob dies heute möglich ist, weiß ich nicht. Mit der Bedienerfreundlichkeit von Video PRO X bin ich mehr als zufrieden. Ich hatte vorher andere Programme evaluiert, unter anderem Final Cut X auf dem Mac, das bei mir als erstes rausgeflogen ist, dann aber auch SONY Vegas Pro, das nicht sehr bedienerfreundlich ist und auch AVID, das mir einfach viel zu umfangreich und zu teuer ist. Adobe Premiere habe ich nicht angeschaut, da ich von der Arbeit her eher auf Microsoft Office ausgerichtet bin. Der zweite Grund, warum ich bei MAGIX landete, ist der, dass nebst SONY Vegas Pro nur noch MAGIX Video PRO X mein Dateiformat erkannte, allerdings nur mit einem zugekauften Codec.


    In den 5 Jahren habe ich für die Fußballspiele meine Bausteine, Vorlagen und Automatismen entwickelt, die ich immer wieder anwenden kann. Ein Film dauert zwischen 95 und 100 Minuten, je nach Länge von Nachspielzeit und Vorspann. Da die Videos für die taktische Analyse verwendet und auf Großmonitoren gezeigt werden, ist eine FullHD-Auflösung von großem Vorteil, genauso wie die 50 Bilder pro Sekunde, damit das Ruckeln beim horizontalen Kameraschwenk reduziert wird. Der Grund für die Komprimierung liegt an der Uploadzeit für mich, der Downloadzeit für die Trainer und Spieler und an dem Speicherplatz auf dem FTP-Server.


    Bei der Komprimierung in VLC mit H.264 habe ich bisher keine signifikante Verschlechterung der Bildqualität feststellen können. Das MPEG4-Rendering mit Video PRO X habe ich bisher mit einer durchschnittlichen Bitrate von 26.000 kbit/s und einer maximalen von 35.000 kbit/s vorgenommen. Um die Dateigröße zu reduzieren, könnte ich auch mit niedrigerer Bitrate rendern. Um zusätzlich eine Datei mit bester Qualität zu haben, müsste ich zweimal rendern, einmal mit der hohen und einmal mit der niedrigen Bitrate.


    Dies alles erklärt aber immer noch nicht, warum VLC beim Komprimieren die Tonspuren nicht synchron übernimmt. Bei einem Pokalspiel mit Verlängerung und einer Laufzeit von etwa 130 Minuten war die Tonspur nach dem Komprimieren mit VLC 11 Sekunden kürzer als die Bildspur.


    Nachdem MAGIX Video PRO X bei der Arbeit mit den Originaldateien (XQD) nach dem erneuten Öffnen der Projekte die Bilddaten verloren hatte, riet man mir beim MAGIX-Support, die Dateien ins proprietäre MXV-Format umzuwandeln. Bereits vor zwei Jahren hat man das Problem dem Entwickler-Team weitergegeben, aber bis heute keine Lösung bereitgestellt. Mittlerweile ist die Version 8 von Video PRO X erschienen. Darin gibt es die Möglichkeit, ein HEVC-Rendering zu machen, was meines Wissens den H.265-Codec verwendet. Leider fehlten bei meinem ersten Versuch ganze 16 Minuten Ton.


    Obwohl MAGIX-Produkte sehr bedienerfreundlich und umfangreich sind, so enthalten sie leider auch viele Fehler und laufen nicht sehr stabil. Auf jeden Fall werde ich versuchen, beim nächsten Mal die Tonspuren ins WAV- statt ins MP3-Format zu rendern. Vielleicht treten dann die Ton-Probleme nicht mehr auf. Vielen Dank für den Tipp.


    LG
    Chris

  • Dies alles erklärt aber immer noch nicht, warum VLC beim Komprimieren die Tonspuren nicht synchron übernimmt.


    Hallo Chris,


    nein, und Du wirst dafür vermutlich auch nie eine Erklärung bekommen. Du könntest natürlich mit den Einstellungen für das Encoding experimentieren, aber warum solltest Du das tun, wenn das unveränderte Video problemlos wiederzugeben ist.


    Weder bei MAGIX noch bei VideoLAN wird man sich um solche Dinge kümmern.


    MfG, kodela