DVB T2 - mit Senderliste für Berlin

  • Hallo,
    ich habe mir einen DVB-T2 Stick bestellt und würde gerne ARD HD und ZDF HD empfangen. Ich wohne im Rhein-Main-Gebiet. Irgendwie bekomme ich den Stream aber nicht zum laufen? Was muss ich da genau einstellen? Habe schon Foren durchforstet, aber nichts gefunden.
    Könnt ihr mir vielleicht helfen?
    Grüße

  • Hallo liebe Macher und Erklärer


    Nach einigem Herumprobieren und vielen Bruchlandungen, habe ich endlich den richtigen Weg gefunden. Dank Ralf Pfeffer, IRT


    Die „Senderliste.m3u“ muss für Berlin und DVB-T und –T2 so aussehen (Hauppauge WinTV-HD-soloHD)


    Auszug:



    Dazu ein paar Screenshots.


    Zuerst kann man sich die Frequenzliste ansehen, wo welche Programme zu finden sind:

    892-Senderfrequenzen-jpg


    Das nur zur Übersicht, wo man händisch auf welchen Frequenzen man beim VLC Player suchen müsste (in Berlin).


    Um eine Senderliste (wie oben) zu erstellen, habe ich mir den DVBViewer Pro Demo installiert und alle Frequenzen (wie in der Anleitung beschrieben) abscannen lassen. Aus der Senderliste habe ich dann die ID herausgefunden:


    893-Einstellung-jpg


    Sowohl die Frequenz, als auch die ID findet man oben in meiner Senderliste wieder. So bastelt man sich die komplette Senderliste zusammen, wie man sie gewohnt ist.


    Mir fehlen an dieser Stelle eigentlich nur noch zwei „Zapping“-Tasten => „rauf“, „runter“ und eine schnelle Programmwahl. Wenn ich in meinem Beispiel die Button


    894-Buttons-jpg


    im Player anklicke, springt der VLC entweder auf die nächste Frequenz oder ID. Genauso würde ich gerne mit einer „9“ direkt auf „Kabel eins“ springen (siehe Reihenfolge in meinem Beispiel oben) oder mit einer „2“ zum „ZDF“ per Schnell-Kanal-Wahl wandern. Vielleicht helft ihr mir dabei.

  • Hallo Detlev,


    vielen Dank für die umfangreiche Arbeit, die Du mit Unterstützung erledigt hast. Insbesondere die Bilder helfen beim Verständnis zum Aufbau einer DVB-T/T2 Wiedergabeliste.


    Es wäre schön, wenn Du Deine DVB-T/T2 Wiedergabeliste für den Standort Berlin hier als *.txt Datei anderen VLC-Anwendern zur Verfügung stellst.


    In Deiner *.m3u Wiedergabeliste, vgl. Quellcode, sind die Programme "kabel eins", "ProSieben" und "SAT.1" mit der gleichen Service-ID versehen. Überprüfe dies bitte.


    Gut gemacht.


    MfG
    Thomas

  • *nachschau*
    Ups ... ja, ich wollte meine ersten Erfolge nur als Beispiel bekunden. Bis zu "RTL" funktionierte die Liste auch.
    Den Rest wollte ich "irgendwann" einmal machen, wenn ich mich entweder zum Kauf von DVBViewer (20 Euro) entschlossen hätte oder mir der VLC eine akzeptable Bedienung ("+" für "Programm auf", "-" für "Programm ab" oder "1" für "ARD", "8" für Pro7" usw.) möglich wäre. Den Text "Berlin.txt" oder "Berlin-T1-T2.m3u" bekommt ihr, aber bitte nicht mit den Verkaufssendern. Die Reihenfolge oder Erweiterung kann sich an dem Beispiel von mir (siehe oben) jeder selbst erweitern (für Berlin, wer "Juwelo TV" sehen will).


    Ich werde sie nicht nur als Download anbieten, sondern im Forum als "CODE" auch die Sendernamen hervorheben. Dann hat man einen schnelleren Überblick.


    Jetzt fehlt eigentlich nur noch das Zappen im VLC ;-)

  • würde ich gerne mit einer „9“ direkt auf „Kabel eins“ springen (siehe Reihenfolge in meinem Beispiel oben) oder mit einer „2“ zum „ZDF“ per Schnell-Kanal-Wahl wandern.


    Hallo Detlev,


    da sehe ich Schwarz, mir ist jedenfalls keine Möglichkeit bekannt, über Kurztasten einzelne Zeilen der Wiedergabeliste anzuspringen.


    MfG, kodela

  • Die nachfolgende Liste kann in "Berlin-DVB-T2.m3u" umbenannt werden und dann als Senderliste für den VLC verwendet werden (unverändert für Berlin, für andere Orte bitte die Frequenzen nach meinem Beispiel ermitteln).



    Die Benennung der Sendernamen ist nicht vom vom Sendernamen abhängig. Der kann frei gewählt werden. "Das Erste" kann auch "ARD" heißen.

  • jep, bei knapp 400 Zugriffen scheint es interessant zu sein.


    Ihr könnt nun den Stick "USB Hauppauge WinTV soloHD" als getestet und funktionierend mit in die Liste von euch aufnehmen.


    Da mir die Anleitung etwas suspekt ist, ich noch einige Fernseh-Sticks hier herumliegen habe, gehe ich richtig in der Annahme, dass ich bei DVB-C (Kabelfernsehen) dann schreiben müsste:


    Code
    1. #EXTINF:2,Das Erste
    2. #EXTVLCOPT:program=.......
    3. dvbc://frequency=.........:bandwidth=.....


    #EXTINF:2 wahrscheinlich für den zweiten (USB-) Empfänger am Rechner.
    Anstatt dvbt://.... dann (hoffentlich) dvbc://.....


    So könnte man gegebenenfalls 2 Sender verfolgen oder auch aufnehmen.
    Ich muss nur noch einen Verteiler basteln.

  • Gut, ok, dann sitzen hier die "Wissenden", die die Anleitung übersetzen und erklären können und auf der anderen Seite die "Macher".


    Aber man kann doch in
    Aufnahmegerät öffnen => TV-Digital => Tunerkarte
    eine andere Karte anwählen. Ein Stick für DVB-T, der nächste (alte) für DVB-C, der nächste für DVB-S2 (oder die jeweilige PCI Steckkarte). Da brauche ich doch auch andere Frequenzlisten.

  • Hallo Detlev,


    ja, eine andere Tunerkarte müsste man auswählen können. Ich kann es mangels mehrerer Tunerkarten allerdings nicht überprüfen. Und selbstverständlich muss man bei anderen Eingangsvoraussetzungen (Frequenzen etc.) auch andere Einträge in der Wiedergabeliste parat haben, es müssen jedoch nicht zwingend andere Listen sein.


    MfG, kodela

  • So, meinen zweiten (dritten ....) Tuner-Stick habe ich noch nicht installiert, weil ich mir erst einen Antennenverteiler löten/basteln/kaufen muss. Mehrere Sender zu sehen ist im Moment auch nicht vordringlich.


    Nur eine Idee hatte ich noch:
    DVB-T(2) ist doch wie SAT-Fernsehen. Man hat einen Transponder (ähnlich der Tabelle oben) und empfängt 4 Sender gleichzeitig. Nur die ID filtert den entsprechenden Datenstrom heraus. Als ich einen SAT-Receiver mit nur einem Tuner hatte, konnte ich alle Programme sehen, die horizontal ausgerichtet waren, wenn ich einen Sender in horizontaler Ausrichtung aufnahm. Wenn ich auf einen Kanal mit vertikaler Ausrichtung kam, bekam ich "kein Signal". Ging ja nicht, da das LNB blockiert war.


    Als ich meine Anlage auf Multi-Empfang umbaute und auch einen SAT-Receiver mit 2 Tunern hatte, war ein Zappen durch die komplette Programmvielfalt möglich. Die neueren Linux-Receiver nehmen kein einzelnen Kanal mehr auf, sondern den kompletten Daten-Stream.


    Das ist mein Ideen-Ansatz-Punkt.
    Wir haben zum Beispiel mdr, NDR, arte und HR auf einer Frequenz. Dann müsste es doch eigentlich möglich sein, wenn ich einen Kanal sehe, in einer zweiten Instanz einen der drei anderen zu sehen. Einfach meine Datei in einer zweiten Sitzung starten. Doch der zweite VLC spuckt nur Gift und Galle. =O Außer einem Abschuss ist kein Rankommen.


    Dabei müsste sich doch der zweite VLC (ich schaue z.B. "HR") nur an den "Abfall" vom ersten VLC bedienen, um mir dann noch "NDR, mdr, arte" anzubieten. Die anderen Sender kann er ausgrauen. Mir ist aber noch keine Lösung eingefallen.

  • Also demnach liege ich mit meinem technischen Verständnis nicht ganz so fern.


    Im Moment sieht es bildlich gesprochen so aus, dass wir ein Fließband haben, auf dem rote, blaue, grüne und schwarze Teile aus der Produktion kommen. Die Mannschaft, die zuerst die Arbeit antritt (erste Instanz), zieht sich das Fließband zu sich, pickt sich die blauen Bauteile heraus und lässt den Rest hinten herunter fallen. Jedes andere Team, das kurz danach am Arbeitsplatz ist, ist solange arbeitslos, bis die „blaue Mannschaft“ Feierabend macht. (bildlich nachempfunden)


    Doch bleiben wir in der Realität. Da kommen auch verschieden farbige Bauteile vom Fließband, aber jeder nimmt sich nur seine Farbe herunter, bis am Ende das Fließband leer ist. Das will ich mit folgender Idee erreichen:


    Wenn ich mir die Script-Datei ansehe, heißt es doch in jeder dritten Zeile: „dvbc://…“
    Das könnte man auch als Laufwerksname ansehen, wie es ja auch „C:; D: und so weiter“ heißt. Ob meine Idee Windows zulässt, weiß ich nicht, aber VLC (1) kommt an und reserviert sich das Laufwerk für sich. Jeder andere (Haus-Software: Total Media, WinTV oder die Zusätze wie DVBViewer Pro) kommt dann nicht mehr heran. VLC (1), beziehungsweise Windows blockieren jegliche Zugriffe.


    Nun könnte VLC (1) das Laufwerk einfach umbenennen in „vlcdvbc1://…“ und über sich selbst ein Laufwerk mit dem Namen „dvbc://…“ zur Verfügung stellen. Starte ich nun VLC (2) in einer weiteren Sitzung, sucht der natürlich nach dem voreingestellten Pfad und klopft seinem Kollegen VLC (1) vor ihm auf die Schulter. Der erlaubt alles, nur keinen Frequenzwechsel. Jeglicher Datenstrom zum Tuner wird von VLC (1) überwacht und gefiltert.


    Die Datenpakete sehen doch so aus:
    Header 1 – Stream 1 – Header 2 – Stream 2 – Header 3 – Stream 3 – Header 4 – Stream 4
    Neuer Frame
    Header 1 – Stream 1 – Header 2 – Stream 2 – Header 3 – Stream 3 – Header 4 – Stream 4
    Und so weiter


    VLC (1) ist nur beschäftigt, wenn alles mit der Nummer 3 ankommt. Das ist das Programm, das er wiedergeben soll. In der übrigen Zeit wird alles dem Laufwerk „dvbc://…“ zur Verfügung gestellt. VLC (2) bekommt dann nur noch mit:


    Header 1 – Stream 1 – Header 2 – Stream 2 – Pause Pause Pause – Header 4 – Stream 4
    Also kann VLC (2) auch Stream 1, 2 oder 4 wiedergeben.


    VLC (3) greift auch wieder auf das manipulierte "Laufwerk" zurück und bekommt nur noch:
    Pause Pause Pause – Header 2 – Stream 2 – Pause Pause Pause – Header 4 – Stream 4
    zu sehen. Die anderen beiden ID's werden von VLC (1) und (2) vorher schon gefiltert und nicht durchgeleitet, da sie selbst zur Verarbeitung benötigt werden.

    (so in etwa stelle ich es mir vor)
    Wunschdenken?

  • Wenn ich mir die Script-Datei ansehe, heißt es doch in jeder dritten Zeile: „dvbc://…“
    Das könnte man auch als Laufwerksname ansehen, wie es ja auch „C:; D: und so weiter“ heißt.
    ...
    Nun könnte VLC (1) das Laufwerk einfach umbenennen in „vlcdvbc1://…“ und über sich selbst ein Laufwerk mit dem Namen „dvbc://…“ zur Verfügung stellen.

    Hallo Detlev,


    mit Script-Datei meinst Du die Wiedergabeliste. Unter Scriptdateien versteht man gemeinhin Dateien mit ausführbaren Code.


    Ganz abgesehen davon, dass kein Programm, auch nicht der VLC, während des Zugriffes auf ein Laufwerk dieses umbenennen kann, handelt es sich bei der Angabe „dvbc://…“ nicht um ein Laufwerk sondern um eine MRL, also eine Medienadresse, konkret um die Angabe eines Gerätes (angeschlossener Tuner), auf das der VLC über das Betriebssystem auf ein bestimmtes Frequenzband zugreifen kann.


    Um bei Deinem Fließbandbeispiel zu bleiben, selbst wenn man das Gerät umbenennen könnte, würde daraus kein anderes Gerät werden. Ein Tuner bleibt ein Tuner. Dieser Tuner bedient ein Fließband, auf dem der "Inhalt" einer bestimmten Frequenz ausgeliefert wird. Auf dieses Fließband können beliebig viele Instanzen des VLC zugreifen. Ob das in der Praxis dann zu dem gewünschten Ergebnis führt, ist eine andere Frage, bei der es vor allem darauf ankommen wird, was der Tuner leisten kann.


    Ich kann mit zwei Instanzen des VLC auf ein und den selben DVB-T Stick zugreifen und zum Beispiel mit jeder Instanz ein anderes Programm auf der selben Frequenz wiedergeben. Dabei kommt es jedoch bei beiden Wiedergaben zu Aussetzern.


    MfG, kodela

  • Ach ..... so.
    Siehst du, ich habe zuletzt vor 30 Jahren in GEM programmiert. Meine Kenntnisse von damals übertrug ich auf die heutige Zeit. Klappt natürlich nicht. Auch mit dem Sprachgebrauch hinke ich wohl etwas hinterher. Selbstverständlich meinte ich die Wiedergabeliste.
    Na gut, dann warte ich bis ich einen Antennenverteiler habe und probiere mich an mehreren Tunern.


    Danke für die Aufklärung.

  • Hallo Detlev,


    kein Problem, man muss ja nicht alles wissen.


    Meinst Du mit GEM RubyGems, das offizielle Paketsystem für Ruby? Die erste Version von Ruby wurde allerdings erst am 21. Dezember 1995 freigegeben, also nicht vor 30 sondern 20 Jahren. Sonst kenne ich keine GEM Programmiersprache.



    MfG, kodela

  • Nein, Atari ST, ab 1986, in 68.000er Assembler.
    Das waren TOS und GEM.
    TOS für die Hardware-Zugriffe, GEM (dem Apple Macintosh angelehnt) für die Benutzeroberfläche (Fenster, Boxen, usw.)