run-time-Parameter bei einem RTSP-Eingabestrom ohne Wirkung

  • Liebe Experten,


    ich möchte Fernsehsendungen, die von einer FritzBox 6490 via RTSP ins Heimnetz gestreamt werden, zeitgesteuert aufnehmen. Dazu nutze ich in meinem PC die Windows 10 Aufgabenplanung, um den PC nach Zeitplan aus dem Ruhezustand aufzuwecken, den VLC mit den nötigen Parametern zu starten und nach Beendigung des VLC den PC wieder in den Ruhezustand zu versetzen.


    PC aufwecken und Aufnahme starten klappen einwandfrei, doch der VLC beendet sich nicht, sondern läuft einfach weiter und zeichnet auf, bis ich ihn von Hand stoppe. Weder run-time noch stop-time zeigen die gewünschte Wirkung. Da run-time einwandfrei funktioniert, wenn die Quelle eine Datei ist, muss die Art der Quelle wohl eine Rolle spielen. Darüber habe ich aber nirgendwo etwas finden können. Weiß hier jemand eine Lösung? Ich habe es versucht mit VLC 3.0.4 und 3.0.6.


    Hier der Parametersatz, den ich der Aufgabenplanung von Windows 10 übergeben habe:


    --qt-start-minimized --sout-file-format "rtsp://192.168.178.1:554/?avm=1&freq=394&bw=8&msys=dvbc&mtype=256qam&sr=6900&specinv=0&pids=0,16,17,18,20,267,613,614,618" "--sout=#file{dst="D:/VLC-Aufnahmen/Aufnahme-%Y-%m-%d-%H-%M-%S.ts"}" :no-sout-all :sout-keep --run-time=10 vlc://quit


    Den run-time-Parameter habe ich innerhalb des gesamten Parametersatzes auch an verschiedene andere Stellen verschoben, doch ohne Auswirkung.


    Ergänzung:

    Eine - wenn auch nicht elegante, aber immerhin zum Ziel führende - Methode habe ich gefunden. Zur zwangsweisen Beendigung von VLC und Herunterfahren des PC richtet man in der Windows-Aufgabenplanung eine zweite Aufgabe ein, bestehend aus den Kommmandos "taskkill /F /IM vlc.exe" und "shutdown /h". Den Aufgaben-Trigger stellt man auf den Zeitpunkt ein, zu dem die Fernsehaufnahme beendet werdn soll.

  • Hallo Wolfgang ES,


    entschuldige die späte Rückmeldung. Ich kann den von dir festgestellten Effekt bestätigen, dass die run-time- und stop-time-Parameter mit der VLC-Version 3.0.6 nicht funktionieren.


    Möglicherweise funktioniert eine ältere VLC-Version 3.0.x mit den Parametern. Dies habe ich aus zeitlichen Gründen bislang nicht ausprobieren können.


    Im Videolan-Forum konnte ich auch noch keine Lösung zum Thema finden bzw. erhalten.


    MfG

    Thomas

  • Hallo thweiss,


    danke erst einmal für die Antwort. Ich muss für den shutdown des PC nach Beendigung der Aufnahme ohnehin den Aufgabenplaner von Windows bemühen. Da macht es nichts aus, ihm auch die zwangsweise Beendigung des vlc miterledigen zu lassen.


    Dennoch sollten Funktionen, die in einer sehr weit verbreiteten Software implementiert sind, auch so arbeiten, wie es beschrieben ist.


    An anderer Stelle hab ich mal gelesen, dass es rtsp-Streams mit der Zeitleiste nicht immer so ernst nehmen. Vielleicht liegt die Ursache dort und nicht im vlc.


    MfG

    Wolfgang

  • Wolfgang ES

    Erstens, durch die Verwendung der Option "--sout-keep" zwingst du VLC sogar explizit dazu den Ausgabestream geöffnet zu lassen, weshalb dann der Quit Befehl nicht mit in die Playlist aufgenommen wird. Aus diesem Grund kann sich VLC dann auch nicht beenden, wenn die Aufnahme dann abgeschlossen ist.


    Zweitens, warum nutzt du Doppelpunkte für die Parameter wenn VLC eigentlich immer zwei Bindestriche verlangt, da braucht man sich dann auch nicht wunder?


    Da VLC ab Verwendung des ersten Doppelpunktes die Parameter scheinbar nicht mehr einlesen kann, wird dann weder der Befehl zur Aufnahmedauer noch der zweite Playlist-Eintrag zum Beenden angewendet.



    Hier mal ein Aufruf wie es eigentlich aussehen sollte:

    Code
    1. "C:\Program Files\VideoLAN\VLC\vlc.exe" --qt-start-minimized --sout-file-format "rtsp://192.168.178.1:554/?avm=1&freq=394&bw=8&msys=dvbc&mtype=256qam&sr=6900&specinv=0&pids=0,16,17,18,20,267,613,614,618" "--sout=#file{dst="D:/VLC-Aufnahmen/Aufnahme-%Y-%m-%d-%H-%M-%S.ts"}" --no-sout-all --sout-keep --run-time=10 vlc://quit

    Habe es mit meiner 6490 getestet (natürlich mit einem anderen Kanal) und es funktionierte alles wunderbar.

  • Hallo Rocky4,


    ich habe die Schreibweise der Parameter exakt von dir übernommen. Doch der vlc werkelt auch nach 20 Minuten noch vor sich hin und berücksichtigt - wie bisher - weder run-time noch vlc quit.


    Warum ich Doppelpunkte statt doppeltem Minuszeichen verhabe? In dem Beitrag "Wie "bastle" ich mir eine Kommandozeile?" von kodela aus 2015, der für mich Vorlage war, wird auch mal die Schreibweise mit Doppelpunkt, mal mit Doppel-minus verwendet.


    Selbst der vlc beanstandet die Schreibweise nicht, weshalb ich die Schreibweise nicht als Quelle des Problems ansehe.

  • Ja sorry, obwohl ich es wusste bin ich dann selbst der Ursache (zumindest bei mir) aufgesessen ||


    Also mit dem Doppelpunkt scheint es soweit ebenfalls zu funktionieren.


    Der Befehl ist bei mir zu lang (alle Parameter alleine ohne dem Ziel VLC haben schon eine Länge von 282 Zeichen), so dass er über den Ausführen-Dialog (Win + R) abgeschnitten wird (maximal 260 Zeichen), so dass die letzten Parameter auch nicht angewendet werden können. Deshalb musste ich die Befehle dann beim Testen über die Windows Eingabeaufforderung (cmd) eingeben. Vielleicht ist es ja bei dir über den Windows Aufgabenplaner ebenfalls so, dass er nur eine bestimmte Länge akzeptiert.


    Ich konnte es bei mir auch recht gut testen, wenn ich beispielsweise einfach den Parameter "--qt-start-minimized" entfernt hatte, dann konnte ich sehr gut sehen, dass der zweite Eintrag in der Playlist "vlc://quit" angezeigt wird, wenn ich den gesamten Befehl über die Eingabeaufforderung starte aber über den Ausführen Dialog nicht.



    Um den Befehl zu verkürzen kannst du entweder den einzelnen Stream in eine gesonderte M3U auslagern oder aber gleich den gesamten Befehl (per Windows Batch). Bei letzterem muss aber dann das Prozentzeichen doppelt angegeben werden damit es escapt wird, da es sonst dann unterdrückt würde (siehe Aufnahme.bat.txt Endung ".txt" entfernen).

  • Hallo Zusammen,


    ich füge mal ein Beispielscript hinzu, was Jederman testen kann.


    Beispiel für eine 32-Bit Version des VLC-Players

    Code
    1. @echo off
    2. start "" "C:\Program Files (x86)\VideoLAN\VLC\vlc.exe" --qt-start-minimized --sout-file-format "http://ms2.mx-cd.net/tv/133-567711/DTV_Oss.smil/playlist.m3u8" "--sout=#file{dst="C:/Temp/Aufnahme-%%Y-%%m-%%d-%%H-%%M-%%S.ts"}" --no-sout-all --sout-keep --run-time=10 vlc://quit


    Beispiel für eine 64-Bit Version des VLC-Players

    Code
    1. @echo off
    2. start "" "C:\Program Files\VideoLAN\VLC\vlc.exe" --qt-start-minimized --sout-file-format "https://eventhlshttps-i.akamaihd.net/hls/live/263645/ssn-hd-https/index.m3u8" "--sout=#file{dst="C:/Temp/Aufnahme-%%Y-%%m-%%d-%%H-%%M-%%S.ts"}" --no-sout-all --sout-keep --run-time=10 vlc://quit


    Unter Windows 7 mit der VLC Version 3.0.6 wird beim Starten des Scriptes ein Dateiname "Aufnahme-2019-01-23-08-23-19.ts" angelegt, der 0kB Daten enthält. Das Script wird nach dem Start des VLC-Players auch sofort wieder beendet.


    Bezüglich der Verwendung von Doppelpunkt Bindestrich - und Doppelbindestrich -- findet man in der Kommandozeilenhilfe die Beschreibung.

    - https://wiki.videolan.org/VLC_command-line_help/


    -- Ein globaler Parameter bzw. Option der für die Ausführungszeit des Players gesetzt wird

    - Ein einfache Schreibweise für den globalen Parameter bzw die Option

    : Ein Parameter bzw. eine Option die nur angewendet wird auf den Stream zuvor und überschreibt die vorangehenden Einstellungen


    Hoffe die Informationen helfen etwas weiter.


    MfG

    Thomas

  • Hallo zusammen,


    der Windows Aufgabenplaner kappt den Parameterstring nicht. Das schließe ich daraus, dass er mir jederzeit den vollständigen Parametersatz wieder anzeigt und ferner daraus, dass ich die Parameter-Reihenfolge ändern kann, ohne dass das Ergebnis davon beeinflusst würde.


    Den Tipp, den Eingabestream mit seinen vielen Parametern in eine m3u-Datei zu packen, habe ich übernommen, weil sich damit die Übersichtlichkeit erheblich verbessern lässt.


    Mein vlc-Aufruf in der Eingabeaufforderung sieht nun folgendermaßen aus:

    C:\Progra~1\VideoLAN\VLC\vlc.exe --qt-start-minimized --sout-file-format d:\\vlc-aufnahmen\wdr3.m3u --sout=#file{dst="D:/VLC-Aufnahmen/Aufnahme-%Y-%m-%d-%H-%M-%S.ts"} --no-sout-all --sout-keep --run-time=10 vlc://quit.


    Das Ergebnis bleibt unverändert. vlc läuft unbeeindruckt weiter, zur Ausführung des quit kommt es nicht. Maximiere ich nun die vlc-Ansicht, sehe ich im Listenfenster untereinander die Einträge "wdr.m3u" und "vlc://quit". Mache ich einen Doppelklick auf "vlc://quit", endet vlc sofort. Die Aufnahmedatei ist dann so lang, wie ich vlc habe laufen lassen, also nicht 10 Sekunden lang wie es sein sollte.


    Ich habe bisher alles mit der 64-Bit-Version des VLC unter Windows 10 probiert. Vielleicht verhält sich die 32-Bit Version anders? Das versuche ich mal


    fG

    Wolfgang

  • Dann kann ich dir nur noch raten es mal auf einen anderen PC zu testen. Da es dir ja erstmal grundlegend um das automatische Beenden der Aufnahme geht würde ich an deiner Stelle es auch erstmal nur mit diesem einem zusätzlichen Parameter probieren, man kann ich ja wenn es funktioniert dann auch erweitern.

    Code
    1. C:\Progra~1\VideoLAN\VLC\vlc.exe d:\vlc-aufnahmen\wdr3.m3u --run-time=10


    Ich habe den vollständigen Aufruf auf drei verschiedene Geräte getestet und es funktionierte, wenn ich es auf meine Verzeichnisse und Streams anpasse (mit VLC 3.0.5 & 3.0.6).

  • Hallo thweiss,


    deine beiden Beispiele, unverändert kopiert in den Windows Editor, abgespeichert in eine Datei mit der Endung .bat, anschließend diese via Eingabeaufforderung gestartet, führt dazu, dass Windows eine kurze Meldung anzeigt, dass der vlc gestartet wurde, unmittelbar danach ist vlc beendet und hinterlässt eine Aufnahmedatei im Ordner C:\Temp ohne jeden Inhalt. Bei Aufruf der Datei sagt vlc, er könne die Datei nicht öffnen, Hinweise fände man im Fehlerprotokoll. Das Fehlerprotokoll ist jedoch leer.


    MfG

    Wolfgang

  • Na wenn du sie einfach unverändert kopierst ist es dann auch nicht verwunderlich wenn es bei dir nicht funktioniert.


    Erst einmal geht eh nur einer der beiden, je nachdem ob dur VLC als 32 Bit Version oder 64 Bit nutzt, da ich mal vermute dass du nicht beide installiert hast. Und dann gehe ich auch mal davon aus, dass bei dir der Pfad "C:\Temp\" gar nicht existiert, weshalb VLC dann auch abbricht.



    Edit:

    Aber mit den externen Stream hat VLC scheinbar wirklich Probleme mit dem Parameter "--run-time".


    Dann kommt es zu folgendem Fehler beim ersten der Befehle (bei der Quelle "https://eventhlshttps-i.akamaihd.net/hls/live/263645/ssn-hd-https/index.m3u8"):

    Code
    1. VLC media player - 3.0.6 Vetinari
    2. Copyright © 1996-2018 the VideoLAN team
    3. Warnung: Wenn Sie auf das graphische Interface nicht mehr zugreifen können, öffnen Sie die Befehlszeile, gehen Sie in den Ordner in den Sie VLC installiert haben und führen "vlc -I qt" aus.
    4. Fernsteuerungs-Interface initialisiert. `help' für Hilfe eingeben.
    5. [000002251ca34f70] main decoder error: buffer deadlock prevented
    6. [000002251ca35300] main decoder error: buffer deadlock prevented

    bzw beim zweiten (mit der Quelle "https://eventhlshttps-i.akamaihd.net/hls/live/263645/ssn-hd-https/index.m3u8"):

    Code
    1. VLC media player - 3.0.6 Vetinari
    2. Copyright © 1996-2018 the VideoLAN team
    3. Warnung: Wenn Sie auf das graphische Interface nicht mehr zugreifen können, öffnen Sie die Befehlszeile, gehen Sie in den Ordner in den Sie VLC installiert haben und führen "vlc -I qt" aus.
    4. Fernsteuerungs-Interface initialisiert. `help' für Hilfe eingeben.
    5. [00000202db727ec0] mpeg4audio packetizer: AAC channels: 2 samplerate: 48000
    6. [00000202dc862430] avcodec decoder: Using D3D11VA (Intel(R) HD Graphics 620, vendor 8086(Intel), device 5916, revision 2) for hardware decoding
    7. [00000202dc862430] main decoder error: buffer deadlock prevented
    8. [00000202dc814e30] direct3d11 vout display error: SetThumbNailClip failed: 0x800706f4



    Edit 2:

    Er scheint dabei mit "#EXT-X" der M3Us Probleme zu haben. Sobald man diese Meta-Angaben entfernt und nur die jeweilige Quelle nutzt funktioniert es wieder.

  • Nachdem ich meine Tests nun auf einem anderen Rechner, einem Samsung-Tablet mit Windows 10 und der 64-Bit-Version von vlc, wiederholt habe und zum gleichen Ergebnis gekommen bin - Aufnahme wird gestartet und gespeichert, läuft aber unabhängig von der run-time-Beschränkung endlos weiter - lege ich mich fest. VLC und der rtps-Datenstrom meiner Fritz-Box 6490 mit FritzOS 7.01 harmonieren bei der Zeit-Limitierung nicht.

  • Tja

    Ich hab nen stein,stein,alten Rechner hergenommen , ihn mit Xubuntu und dann mit TVHeadend bestückt .

    Nun kann ich alle 4 Tuner der 6490 benutzen und von allen auch gleichzeitig aufnehmen .

    (und es sind noch 2 DVB-C Karten/Sticks mit angeschlossen)

    20 Sender gleichzeitig aufnehmen , auch einige in HD , Null Problemo.

    MfG soyo

  • Zum Hintergrund zu den Beispielen von thweiss ...


    Der von ihm angegebene Stream (ich beziehe mich jetzt mal nur auf den zweiten "https://eventhlshttps-i.akamaihd.net/hls/live/263645/ssn-hd-https/index.m3u8") besteht aus sechs verschiedenen unabhängigen Segmenten des gleichen Senders in unterschiedlicher Qualität (Auflösung & Bandbreite) in der ersten Ebene. Jedes dieser Segmente besitzt wiederum mehrere Sequenzen in der zweiten Ebene von einer festen Länge (hier jeweils 8 Sekunden). Damit Player die Quelle korrekt einlesen und verarbeiten können sind Metainformationen in dein Dateien notwendig.


    Jetzt aber unterscheidet sich diese Quelle von einem normalen RTSP-Stream. Die hier verwendete Quelle besitzt einzelne Sequenzen (also TS-Dateien von jeweils 8 Sekunden) so dass man auch zurückspulen kann indem man auf ältere Sequenzen zugreift. Ich gehe daher davon aus, dass hier dann nur vollständige Sequenzen abgelegt werden, so dass man allein schon aus technischer Sicht immer um 8 Sekunden den aktuellen Programm hinterher hängt. Dies kann man testen indem man den Stream ein paarmal schnell öffnet und wieder schließt. Dabei kann man dann gut erkennen dass er recht oft von der gleichen Position beginnt, jeweils solange bis dann wieder ein neueres Segment existiert, so dass von diesem dann immer wieder gestartet wird. Bei einem RTSP-Stream handelt es sich aber um einen durchgängigen Datenstrom, wo es deshalb nicht möglich ist zurückzuspulen (außer man nimmt ihn auf). Aus diesem Grund ist das Beispiel von thweiss auch nicht wirklich praktikabel um als Test für das Problem von Wolfgang ES zu dienen.


    Wenn man mit VLC eine Aufnahme mit den speziellen Parametern auf der oben genannten Quelle startet, so versucht VLC die Sequenzen einzulesen und als Ausgabe zu speichern ohne aber die Aufnahmezeit durchlaufen zu lassen. Er versucht also auf die einzelnen Sequenz-Dateien zuzugreifen und diese in eine Ausgabedatei zu schreiben und da es ja abgeschlossene Dateien sind geht dies sehr schnell. Wenn man also auf eine alte Sequenz zugreift und das Ende der Zeitdauer ebenfalls in der Vergangenheit liegt, so kann VLC wenn alles gut geht die komplette Aufnahme innerhalb eines sehr kurzen Moments speichern (je nach Aufnahmedauer). Ich vermute also dass VLC da allein schon Probleme hat, wenn die Aufnahme den aktuellen Zeitpunkt erreicht, da dann ja keine höhere Sequenz mehr existiert und VLC die Aufnahme dann dort abschließt.


    Wenn man jetzt VLC mit der Beispiel M3U von thweiss startet so öffnet er die M3U mit dem Segmenten und öffnet anschließend die entsprechende M3U (je nach erkannten Bandbreite wechselt VLC aber auch selbständig das Segment) mit den Sequenzen. Da diese entsprechende Metainformationen enthält, dass es sich um Sequenzen handelt, vermute ich dass VLC dann versucht automatisch zur letzten Sequenz zu springen und dort dann versucht die Aufnahme zu starten. Da das neuste Segment aber noch nicht existiert und VLC scheinbar nicht das letzte aktuelle nutzt, ist die Ausgabedatei dann immer leer. Ergo ist es auch unmöglich dass VLC eine aktuelle Aufnahme mit begrenzter Zeitdauer auf dieser Quelle durchführen kann. Man müsste dann VLC schon irgendwie sagen, dass er es Realtime aufnehmen soll, was er so ja nicht macht. Wenn man VLC ohne den Aufnahmedauer Parameter startet, wartet er ja ab bis der Nutzer auf Stopp drückt, weshalb die Aufnahme dann ja auch in Realtime durchgeführt wird.


    Edit:

    Speichert man sich also die M3U eines Segmentes und entfernt von dort die Metainformation dass es sich um Sequenzen handelt (alle Zeilen welche mit "#EXT-X" anfangen), so dass VLC die einzelnen Sequenzen nacheinander abspielt, so funktioniert es auch wieder mit der Aufnahmedauer. Was ich jetzt nicht explizit getestet habe, ist den Stream an einer älteren Position zu starten und dann die Aufnahmedauer anzuwenden, ich vermute aber dass das dann funktionieren müsste. Es geht aber auch ohne dass diese Metainformationen entfernt werden, wenn man mittels des "--start-time" Parameters eine gültige Zeit der Segmente aus dieser M3U eingibt. Man muss aber dann schon die entsprechende Sequenz-Datei manuell herunterladen (sie ändert sich ja jedesmal), da VLC die Zeit scheinbar nicht korrekt ermittelt, wenn über die Hauptliste mit den Segmenten zugegriffen wird.



    Wolfgang ES

    Ich hoffe du hast da nicht 1:1 die Beispiele von thweiss genommen, sondern es mit deinen Kanälen (RTSP-Streams) getestet. Ich kann also nur noch einmal sagen, dass es soweit also kein wirkliches Problem bei VLC mit dem Aufnahmedauer-Parameter gibt und kann daher leider nicht sagen, was bei dir dann genau falsch läuft.



    soyo

    Dein Kommentar hat leider rein gar nichts hiermit zu tun...

  • Rocky4


    meine Batch-Datei, abgeleitet von dem 64-Bit-Beispiel von thweiss, sieht folgendermaßen aus


    @echo off

    start "" "C:\Program Files\VideoLAN\VLC\vlc.exe" --qt-start-minimized --sout-file-format d:\vlc-aufnahmen\wdr3.m3u "--sout=#file{dst="d:/vlc-aufnahmen/Aufnahme-%%Y-%%m-%%d-%%H-%%M-%%S.ts"}" --no-sout-all --sout-keep --run-time=10 vlc://quit


    Ergebnis wie gehabt. Er beginnt die Aufnahme und zeichnet sie im vorgegebenen Verzeichnis auf, bis ich vlc von Hand abbreche, oder im Listenfenster von vlc den Doppelklick auf die zweite Zeile "vlc://quit" mache. Aufgezeichnet wurde soweit, wie ich ihn hab laufen lassen.


    Ergänzung: Mein erster Kommentar zu dem 64-Bit-Beispiel von thweiss bezog sich tatsächlich darauf, dass ich sein Beispiel 1:1 kopiert hatte, weil ich annahm, es sei wörtlich zu nehmen. Natürlich hatte ich vorher den Ordner c:\temp angelegt.

  • Ich kann dir somit leider nicht mehr wirklich weiterhelfen... Dein letztes Beispiel funktioniert bei mir angepasst auf meine Daten und wie gesagt nutze ich ebenfalls eine FritzBox 6490. Ich müsste es mir dann schon mal bei dir in Ruhe anschauen können um evt. überhaupt noch weiter wirkliche Hilfe geben zu können...


    Edit:

    Da du dein letztes Beispiel sicherlich auch auf anderen Geräten getestet hast, lässt sich dann eigentlich auch eine fehlerhafte Konfiguration von VLC ausschließen, was momentan meine einzige Erklärung hierfür sein könnte.


    Edit 2:

    Rein informativ wäre hier ein besseres universelles Beispiel, damit es auch andere mal testen können.


    Inhalt einer "test.bat" für VLC in 64-Bit:

    Code
    1. @echo off
    2. start "" "C:\Program Files\VideoLAN\VLC\vlc.exe" --qt-start-minimized --sout-file-format rtsp://184.72.239.149/vod/mp4:BigBuckBunny_115k.mov "--sout=#file{dst="d:/Temp/Aufnahme-%%Y-%%m-%%d-%%H-%%M-%%S.ts"}" --no-sout-all --sout-keep --run-time=10 vlc://quit

    Anmerkung: Der Ordner "D:\Temp\" muss bei diesem Beispiel zwingend vorhanden sein. Außerdem wird VLC dabei 10 Sekunden lang im Hintergrund ausgeführt (sichtbar nur am kleinen VLC Symbol unten rechts, links von der Uhr), wenn er denn nicht aufgrund eines Fehlers schon früher beendet wird.

  • Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für dich...


    Die gute ist ich weiß es woran es liegt, die schlechte ist ich kann dir momentan leider nicht sagen, wie man es behebt. Ich habe meine zweite 6490 herausgekramt und die selben Einstellungen auf ihr angewandt, (musste dann nur die IP ändern).


    Ich wette VLC zeigt bei dir nicht die Zeit an, wie lange der Stream schon geöffnet ist (mit und ohne Aufnahme). Bei meiner ersten Box zeigt er sie nämlich an, bei meiner zweiten nicht. Aus diesem Grund erkennt er auch bei meiner zweiten nicht wann die Aufnahmezeit erreicht wurde.




    Edit:

    Woran auch immer dass liegt... Was ich aber etwas seltsam finde, ist dass wenn ich für VLC eine Custom Playlist erstelle und diese als SAT>IP benutzerdefinierte Senderliste für UPnP Geräte auswähle (bei mir "file:///D:/Temp/SAT-IP.m3u"), so dass ich diese Kanäle dann über die FritzBox als UPnP Gerät auswählen kann, so zeigt mir VLC dann auch wieder die Abspielzeit an, was ja nicht passiert wenn ich den Stream der zweiten Box direkt öffne.



    Meine Test Referenz Playlist ("D:\Temp\SAT-IP.m3u) für diesen Test:

    Code
    1. #EXTM3U
    2. #EXTINF:0,Test
    3. #EXTVLCOPT:network-caching=1000
    4. rtsp://sat.ip/?freq=562&bw=8&msys=dvbc&mtype=256qam&sr=6900&specinv=0&pids=0,16,17,18,20,416,4061,4062,4064,4069

    "sat.ip" muss dabei als Platzhalter erhalten bleiben, der Parameter dahinter muss aber angepasst werden, da dieser sich bei den verschiedenen Kabelanbietern unterscheidet.

  • Es hat aber nicht explizit was mit der Aufnahme zu tun. Er kann die verstrichene Zeit nicht anzeigen (also wenn man sich den Stream nur anschaut) und da er diese aber für die Aufnahme verwendet funktioniert die Zeitbeschränkung dann auch nicht.


    Edit:

    Es ist irgendwie vom Zustand der FritzBox 6490 abhängig, nach einem Neustart der ersten funktioniert die Zeitangabe bei mir nun auch nicht mehr :(


    Edit 2:

    Wieso auch immer der Fehler jetzt bei mir auftritt und obwohl alle meine VLC Einstellungen zuvor unverändert blieben, jetzt muss ich unter "Werkzeuge -> Einstellungen (alle Einstellungen) -> Eingang/Codes -> Demuxer -> RTP/RTSP" unter "Client-Port" die Option "Multicast-RTP via RTSP erzwingen" aktivieren, damit die verstrichene Zeit wieder angezeigt wird, so dass es dann mit der Aufnahmezeit auch wieder funktioniert.