Grundlegendes zum SAT-IP Empfang, im RTSP Protokoll.

  • Hier versuche ein wenig mehr Licht in die Komplexität des RTSP Protokoll von SAT-IP Servern zu bringen.

    Wenn ihr z.b. eine Anwendung über RTPSP Protokoll laufen habt, z.b. SAT-IP > VLC Player ist der Standardport des RTSP Protokolls immer 554.(alternativ wäre Port 8554)

    Alle ist eure geladene Playlist Astra.m3u immer auf Port 554, deshalb ist es auch nicht möglich eine parallele Wiedergabe im VLC bei mehreren geöffneten Clients (VLC Player) zu erreichen. Die Client Anzahl ist durch die Konfiguration im SAT-IP Server vergegeben.


    Jede weitere Sitzung (am gleichen Client (PCoder ä.)) muß einen eigenen Port bekommen!! Oder eine andere Netzwerkadresse, weil da ja wieder der Standardport 554 möglich wäre.


    Soweit erst mal die grundsätzliche Erklärung für das Streamen von SAT-IP Server auf >VLC Player Client.


    Gehen wir jetzt an das eingemachte:

    Die RTSP-Anfrage besteht aus einer RTSP-Methode gefolgt von einem RTSP-URI.

    Methode"PLAY" RTPS-URI rtsp://<ip_address>:554/?src=1&freq=10744&pol=h&...&sr=22000&fec=56&pids=0,400,401,402


    URI

    Der URI besteht aus der IP-Adresse gefolgt von einer Abfrage oder einer Stream-ID (falls ein Stream bereits

    zuvor definiert wurden) oder beides (wenn ein vorhandener Stream geändert wird).

    RTSP_URI = 'rtsp://' ip_address:port '/' ['stream='streamID] ['?'query]


    Abfragesyntax

    Die Abfrage spezifiziert die Signalquellenauswahl (d. h. eine gegebene Satellitenposition), gefolgt von der physikalischen Abstimmung

    und Demultiplexen von Parametern eines TS-Medienstroms. Abfragen bestehen aus einer Reihe von Attributwerten

    Paare, die durch das Zeichen '&' (kaufmännisches Und) getrennt sind. Die Attribut-Wert-Paare werden jeweils durch das '=' (gleich) getrennt

    Zeichen: <Attribut1>=<Wert1>&<Attribut2>=<Wert2>&<Attribut3>=<Wert3>...

    Abfrageattribut-Wert-Paare können in beliebiger Reihenfolge erscheinen. Der Parser auf dem SAT>IP-Server reicht aus

    um Werte korrekt abzugrenzen und die verschiedenen Parameter zu identifizieren und Abfragen von SAT>IP-Clients

    um alle obligatorischen Parameter zu enthalten. Nur vollständige Abfragen ermöglichen eine perfekte Interoperabilität zwischen allen

    Clients und Server. Unbekannte Attribute sollen vom Server ignoriert werden. Dies ermöglicht zukünftige Überarbeitungen der

    Erweiterung der SAT>IP-Spezifikation ohne Beeinträchtigung heutiger Implementierungen.




    Frontend-Kennung fe feID Numerischer Wert zwischen 1 und 65535.

    In normalen Clientabfragen nicht erforderlich

    fe=1


    Die "SAT-IP" Server Adresse im Netzwerk:

    192.x.x.x. (eure SAT IP Server Adresse).


    Signalquelle src srcID Numerischer Wert zwischen 1 und 255.

    Der Standardwert ist '1'.

    src=1


    Frequency freq frequency Transponderfrequenz, ausgedrückt in MHz

    als Festkommatyp oder ganzzahliger Wert.

    freq= 11494,75

    freq = 11494


    Polarisation pol Polarisation Stellen Sie einen der folgenden Werte ein:

    'h' horizontal linear,

    'v' vertikal linear,

    'l' kreisförmig links,

    'r' kreisförmig rechts.

    pol=h


    Roll-Off ro roll_off Auf einen der folgenden Werte setzen:

    '0,35', '0,25', '0,20'.

    Für DVB-S ist dieser Wert in Client-Anfragen auf „0.35“ zu setzen

    ro=0,35


    Modulationssystem msys system Auf einen der folgenden Werte setzen:

    'dvbs', 'dvbs2'.

    msys=dvbs2


    Modulationstyp mtype type Auf einen der folgenden Werte setzen:

    „qpsk“, „8psk“.

    Für DVB-S muss dieser Wert in Client-Anfragen auf „qpsk“ gesetzt werden

    mtype=8psk


    Pilottöne plts pilots Stellen Sie einen der folgenden Werte ein:

    'an aus'.

    Für DVB-S muss dieser Wert in Client-Anfragen auf „off“ gesetzt werden

    plts=aus


    Symbolrate sr symbol_rate Wert in kSymb/s.

    sr=22000


    FEC inner fec Auf einen der folgenden Werte setzen:

    „12“, „23“, „34“, „56“, „78“, „89“, „35“, „45“, „910“.

    fec=23


    Liste der PIDs pids CSV-Liste der PIDs:

    (Zahlenwerte zw. 0 und 8191) für SPTS-Streams,

    'all' für mpts-Streams,

    'none' für keine Demux-Ausgabe.

    pids=0,16,201,302


    Alle mit grün gekennzeichneten Eintragungen sind in der z.b. Astra.m3u wieder zu finden.


    Ein Beispiel Eintrag Eintrag in die Playlist Astra19.2.m3u


    #EXTM3U (dieser Eintrag muß nur an Anfang gesetzt werden)

    #EXTINF:0,1. Das Erste HD (Bezeichner nur für Client erforderlich, dabei ist darauf zu achten das der 2. Eintrag genau so beginnt (0,2. ZDF HD z.b.))

    rtsp://192.x.x.x./?src=1&freq=11494&pol=h&ro=0.35&msys=dvbs2&mtype=8psk&plts=on&sr=22000&fec=23&pids=0,17,18,5100,5101,5102,5104


    Wobei eine gleiche Astra.xspf so aus sähe:


    <playlist xmlns="http://xspf.org/ns/0/" xmlns:vlc="http://www.videolan.org/vlc/playlist/ns/0/" version="1">

    <title>Wiedergabeliste</title> (Auch dieser Eintrag ist nur einmal vorzunehmen)

    <trackList> (auch hier nur einmal)

    <track>

    <location>rtsp://192.x.x.x/?src=1&amp;freq=11494&amp;pol=h&amp;ro=0.35&amp;msys=dvbs2&amp;mtype=8psk&amp;plts=on&amp;sr=22000&amp;fec=23&amp;pids=0,17,18,5100,5101,5102,5104</location> (&amp= Ampersand, Kaufmänisches UND).

    <title>1. Das Erste HD</title>

    <image>file:///E:/Astralisten/Logos1/ard_das_erste_hd.png</image> (nur wenn eurer Pfad zum Programm-Icon so lautet).

    <extension application="http://www.videolan.org/vlc/playlist/0">

    <vlc:id>0</vlc:id>

    </extension>

    </track>

    wenn jetzt keine weitere Eintragungen wären

    </tracklist>

    </playlist>

    die Das Ende markieren würden.

    Achtet darauf die Eingabe ist case-sensitiv.(nur Kleinschreibung).


    Ich hoffe das ich jetzt mehr Informationen zur Astra.m3u und ihren Parametern liefern konnte.

    Mit diesen Vorgaben ist es leicht aus einer aktuellen Astra.m3u eine xspf oder ä. zu machen.