Wer wusste schon, ... ?

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    Kleine und große Überraschungen


    Immer wieder überrascht mich der VLC mit seinem Verhalten und seinen Fähigkeiten und ich frage mich dann, wusste das nur ich nicht, bin ich wirklich der einzige, dem dies oder das unbekannt war, oder geht es anderen genau so.


    Daher habe ich mich entschlossen, diese Erfahrungen hier in einem eigenen Thema in zwangloser Folge zusammenzutragen.


    Was passiert, wenn eine TV-Live-Sendung angehalten wird?


    Was die Hotkey-Liste alles verbergen kann!


    Wie man Wiedergabelisten ausdrucken kann!


    Wie man ein Video (oder auch Audio) nach einem Neustart an der Abbruchposition fortsetzen kann!


    Wie man aus einer TV-Aufnahme mit mehreren Sendern in einer Datei eine davon extrahieren kann!


    Wie man für verschiedene VLC-Versionen jeweils die eigene spezielle INI-Datei verwenden kann.


    Kann der VLC als UPNP/DLNA-Server verwendet werden?




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    Gut, wenn man sich ein Video ansieht, das man als Datei auf seinem System hat, dann wundert sich wohl niemand, wenn man die Wiedergabe dieses Videos über die Play/Pause-Taste oder die Leertaste anhalten und zu einem späteren Zeitpunkt wieder fortsetzen kann.


    Wer aber wusste, dass dies auch mit einem Live-TV-Stream funktioniert? Es funktioniert so, wie wenn man die Sendung als Aufzeichnung im "Kasten" hätte.


    Der VLC puffert den Stream in 50 MB großen Dateien, welche im Ordner "Users\UserName\Appdata\Local\Temp" gespeichert werden.


    Diese Pufferung erfolgt übrigens nicht nur bei TV-Streams. Alle Streams werden beim Pausieren gepuffert.




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    Wie oft hatte ich schon die Hotkey-Liste offen und noch nie ist mir aufgefallen, was diese Liste verbergen kann, bis ich vor einigen Tagen die Breite der Spalten durch Ziehen mit der Maus veränderte.


    Ich staunte nicht schlecht, was da zum Vorschein kam. Wer wusste schon, dass es für eine ganze Reihe von Funktionalitäten nicht nur jeweils einen, sondern sogar mehrere Hotkeys geben kann. Betroffen ist allerdings nur, wer eine Tastatur mit Mediatasten hat.


    Der VLC überprüft offensichtlich beim Start, ob für eine Tastatur Mediatasten vorhanden sind, also zusätzliche Tasten für die Steuerung eines Mediaobjektes. Findet er solche, trägt er sie als globale Tasten in die Hotkey-Liste ein.


    Damit diese Tasten aber auch wirklich immer erkannt und ausgewertet werden, trägt er sie nicht nur als globale, sondern auch als lokale Hotkeys ein. Dabei wird ein lokal besetzter Hotkey nicht überschrieben, es wird ihm die entsprechende Mediataste hinzugefügt.


    Leider werden die zusätzlichen lokalen Eintragungen durch die Standardspalteneinteilung verdeckt. Nur wenn man die Spaltenbreite für "Hotkey" vergrößert, kann man sehen, welche zusätzlichen Hotkeys eingetragen wurden.


    Die Spaltenbreite lässt über die "Anfasser" in der Kopfzeile verändern. Diese "Anfasser" werden sichtbar, wenn man mit der linken Maustaste in der Kopfzeile an die Trennstelle zweier Spalten geht.


    So sah bei mir die Hotkey-Liste im "Normalfall" aus:



    und so, nach der Veränderung der Spaltenbreiten:





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    Dieser Tage wurde mir von einem Bekannten die Frage gestellt, ob man die Wiedergabeliste des VLC nicht auch ausdrucken könne.


    Etwas überrumpelt von dieser Frage prüfte ich, ab es möglich ist, die Wiedergabeliste, wenn man sie zum Beispiel mit Strg+A komplett selektiert wurde, über Strg+C in die Zwischenablage zu kopieren und von dort aus in einem Textverarbeitungsprogramm zu übernehmen. Fehlanzeige, das geht nicht.


    Nach einigen Versuchen, die Wiedergabelisten im XSPF- oder M3U-Format so umzuarbeiten, dass daraus ein einigermaßen ansehlicher Ausdruck wird, zeigte sich, dass das keine Lösung sein kann.


    Langsam wurde mir bewusst, dass es da ja noch ein anderes Format gab, - HTML. Nie hatte ich bisher darüber nachgedacht, warum man dieses Format für die Wiedergabeliste verwenden sollte.


    Ich probierte es aus und siehe da, was mein Bekannter wollte, war gefunden, eine Wiedergabeliste, über die man zwar nichts wiedergeben kann, aber man kann sie ausdrucken.


    Vielleicht ist damit ja auch noch einem anderen gedient.




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    Man kann dem VLC "beibringen", dass für ein Wiedergabeobjekt die letzte Wiedergabeposition gespeichert und nach einem Neustart die Wiedergabe an der gespeicherten Position fortgesetzt werden soll. Das ist nicht neu und lässt sich durch die Ablage einer Extension-Datei mempos.lua entweder im Installationsordner des VLC oder in dem Ordner mit den Konfigurationsdateien des VLC realisieren.


    Die Datei mempos.lua ist über diese Seite zu bekommen: VLC Remember position


    Da diese Extension unter den Rincewind-Versionen nicht mehr funktionierte, suchte und fand ich ein VLC-Plugin, welches meiner Meinung nach sogar noch komfortabler zu handhaben ist.


    Dieses Plugin funktioniert unter den Twoflower- und den Rincewind-Versionen für die 32- und die 64-Bit-Varianten. Es ist auf dieser Seite beschrieben und kann von hier auch bezogen werden: VLC srpos plugin


    Im Download-Paket befinden sich die vier Dateien libsrpos2086_plugin.dll, libsrpos2064_plugin.dll, libsrpos2186_plugin.dll und libsrpos2164_plugin.dll sowie die beiden Dateien ChangeLog und ReadMe.txt.


    Nur eine der vier libsrposxxxx_plugin.dll Dateien wird benötigt. Die ersten beiden Ziffern für xxxxstehen für die VLC-Versionen Twoflower (20) und Rincewind (21). Die letzten beiden Ziffern stehen für die 32er Bit-Version (86) und die 64er
    Bit-Version (64).


    Die jeweils benötigte Datei ist in das VLC-Installationsverzeichnis, Unterordner \plugins zu entpacken. Wem es stört, dass die Datei dort "einsam" unter den vielen Plugin-Ordnern steht, kann auch einen speziellen Unterordner \srpos anlegen und die Datei dorthin entpacken.


    Das Plugin wird über die neu hinzugekommene Option Save/restore position of the last played files in Einstellungen - Alle - Interface - Kotrollinterfaces aktiviert bzw. deaktiviert.


    Solange dieses Plugin aktiviert ist, wird für jedes Wiedergabeobjekt, dessen Wiedergabe vorzeitig beendet wird, die letzte Wiedergabeposition aufgezeichnet und beim nächsten Neustart automatisch die Wiedergabe ab der gespeicherten Position fortgesetzt.


    Soll die Wiedergabe generell von Anfang an beginnen, ist das Plugin zu deaktivieren. Soll nur im Einzelfall eine Wiedergabe vom Anfang beginnen, dann genügt ein Doppelklick auf das betreffende Objekt in der Wiedergabeliste.


    Stört der englische Text "Save/restore position of the last played files", kann man die Plugin-Datei mit einem Hexmonitor laden und diesen Text durch "Letzte Wiedergabeposition Speichern/Herstellen" ersetzen.




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  • Vorbemerkung


    Als ich mir bei der Arbeit am PC so nebenbei die Übertragung des Duells zwischen den Niederlanden und Costa Rica im Viertelfinale der WM 2014 über den VLC angesehen habe und es dabei zum Elfmeterschießen kam, klickte ich spontan auf den Aufnahmeknopf, um diesen entscheidenden Teil des Spieles aufzuzeichnen.


    Als ich mir später die Aufzeichnung ansehen wollte, sah ich eine Sendung über das "Dritte Reich". Was war passiert?


    Ich hatte nach der letzten Zurücksetzung der Einstellungen die Option "Bevorzuge native Streamaufnahme" auf ihrer Defaulteinstellung belassen, sie war also aktiviert. Damit wurden also alle auf der selben Frequenz in einem Stream gebündelt ausgestrahlten Sendungen aufgezeichnet. Ich hatte also das Video, gezeigt wurde es mir aber nicht.


    Wie kann man in einem solchen Fall das gewünschte Video doch ansehen?

    Die Antwort auf diese Frage ist banal. Man lädt dieses Video in die Wiedergabeliste, spielt es kurz an und pausiert es, öffnet über die Menüoption Wiedergabe das Untermenü Programm und kann jetzt alle der im Aufnahmestream enthaltenen Programmsender sehen den gewünschten zur Wiedergabe auswählen.


    Wie kann man in einem solchen Fall das gewünschte Video extrahieren?


    Man kann nicht nur das gewünschte Video, man kann alle Videos, die in einer so aufgenommenen Datei stecken, extrahieren, auch hier vorausgesetzt, man kennt die Service IDs der einzelnen Videos.


    Dazu geht man genau so vor, wie ich es vorstehend beschrieben habe, setzt für das jeweils zu extrahierende Video die Service ID des Senders und klickt dann aber nicht auf die Schaltfläche "Wiedergabe" sondern auf das kleine schwarze nach unten weisende Dreieck rechts neben dieser Schaltfläche. In der sich damit öffnenden Auswahl klickt man auf "Konvertieren".


    Im sich öffnenden Dialogfenster "Konvertieren" stellt man (am besten über die Schaltfläche "Durchsuchen") die Zieldatei ein, also den Namen und den Ordner, unter dem die zu extrahierende Sendung gespeichert werden soll.


    Nun muss noch das Profil eingestellt werden. Dafür könnte man eines der bereits vorhandenen Profile "verbiegen", also für unser Vorhaben anpassen. Besser ist es jedoch, über die kleine Schaltfläche rechts außen in der Zeile für das Profil ein neues Profil zu erstellen. Durch einen Klick auf diese Schaltfläche öffnet sich das Dialogfenster "Formular". Hier tragen wir einen Namen für unser neues Profil ein, zum Beispiel "Video extrahieren". Danach nehmen wir noch folgende Einstellungen vor:

    • im Register "Verkapselung" die Option "MPEG-PS" selektieren,
    • im Register Videocodec die beiden Optionen "Video" und "Originalvideospur beibehalten" selektieren,
    • im Register Audiocodec die beiden Optionen "Audio" und "Originalaudiospur beibehalten" selektieren

    Danach verlassen wir dieses Dialogfenster über die Schaltfläche "Speichern".


    Wieder zurück im Dialogfenster "Konvertieren" müssen wir jetzt das neu erstellte Profil einstellen und können danach die Extrahierung über den die Schaltfläche "Start" einleiten.


    Für alle weiteren Videos, die extrahiert werden sollen, geht man in gleicher Weise wie vorstehend beschrieben vor.


    (Was macht man, um die Service ID herauszufinden?)


    Auch dies ist sehr einfach. Man öffnet die Datei, in der sich mehrere Sendungen befinden, spielt das Video kurz an, damit der VLC die Infos zu dieser Datei einliest und öffnet entweder über einen Rechtsklick auf die Datei in der Wiedergabeliste das Kotextmenü und selektiert hier die Option "Informationen...".


    Im sich nun öffnenden Dialogfenster "Medien-Information" öffnet man das Register "Codec". Unter der Vielzahl der angezeigten Streams sucht man nun nach den Sender-Streams. Diese sind nicht mit zum Beispiel "Stream 5" sondern ganzb konkret mit dem Sendernamen überschrieben. Dem Sendernamen folgt in eckigen Klammern die Angabe der Service ID, bezeichnet als "Programm". Das sieht für das ZDF zum Beispiel so aus: "ZDF [Programm 514]". 514 ist also die gesuchte Service ID für das ZDF.

    Hinweis:


    Was ich vorstehend zum Herausfinden der Service-ID geschrieben habe, hat funktioniert, funktioniert aber nicht mehr und zwar bei keiner der Versionen 1.1.11, 2.0.8, 2.1.5 und 2.2.2. Andere Versionen habe ich bisher nicht getestet.


    Leider weiß ich nicht mehr, mit welcher Version ich damals gearbeitet habe. Sollte jemand bei einer Version feststellen, dass mit ihr die Anzeige der Service-ID erfolgt, bitte ich um Benachrichtigung.


    kodela




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  • Verwendung mehrerer VLC-Versionen


    Mancher verwendet nicht nur die installierte Version des VLC sondern auch andere, aus welchen Gründen auch immer.


    Dabei ergeben sich jedoch Probleme, die im ungünstigsten Falle dazu führen können, dass die Konfigurationsdateien aller Versionen unbrauchbar werden, denn leider sind die Konfigurationsdateien nicht immer kompatibel zueinander.


    Deshalb habe ich nach einer Lösung gesucht und eine solche auch gefunden. Sie ermöglicht, jede Version mit ihren eigenen Konfigurationsdateien zu starten. Die Beschreibung ist im Thema Mehrere Versionen des VLC gleichzeitig verwenden zu finden.






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  • Kann der VLC als UPNP/DLNA-Server verwendet werden?


    Immer wieder einmal stellt sich diese Frage. Besonders verwirrend ist dabei, dass man im Internet Seiten gibt, auf denen behauptet wird, dies sei möglich und die zum Teil sogar detaillierte Beschreibungen liefern, wie man dafür vorgehen müsse.


    Es geht jedoch definitiv nicht, zumindest derzeit (Jahreswechsel 2016/17).


    Hier die Aussage von Rémi Denis-Courmont, dem Präsidenten von VideoLAN:

    VLC does not currently support streaming output via DLNA or UPnP AV. Patch welcome.


    Frei übersetzt: "VLC unterstützt derzeit keine Streaming-Ausgabe über DLNA oder UPnP von Audio- oder Videodateien. Patch Willkommen."




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